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Wenn ich sterbe, dann sollen sich die anderen kümmern.

Wir planen und organisieren so vieles in unserem Leben. Oft wollen wir manchen Ereignissen einen Schritt voraus sein und nichts dem Zufall überlassen.

Schwangerschaft, Geburtstag, Hochzeit, Reise, Familienfeier und zahlreiche Feiertage.
Warum planen aber so wenige (immer mehr zum Glück) die Vorsorge im eigenen Todesfall?

Warum ist es so schwierig, dass wir auch die Planung und die Feier für unsere Endlichkeit übernehmen?

Ist das Sterben egoistisch? - Wenn ich sterbe, dann sollen sich die anderen kümmern.
Ist es die Angst, was ich plane könnte eintreten?
Ist es die Hemmung an die eigene Endlichkeit zu denken?
Ist es das Tabu, das Mensch zum Schweigen bringt?

Der eigene Tod bedeutet, dass das Leben nochmals gefeiert werden soll. Eine Feier zur Dankbarkeit, für Freundschaft und Liebe, und zum Teilen der eigenen Trauer. Es wird nicht der Tod, sondern das gelebte Leben, die Beziehungen und Erinnerungen gefeiert.

Was sollen deine geliebten Menschen aus deinem Leben feiern, wenn du verstorben bist?

Auch wenn du gerne von dir erzählst, vermutlich wissen die wenigsten, welches dein Lieblingslied, dein Lieblingsessen, deine Lieblingsfarbe und deine Lieblingsblume sind.

Was soll wer aus deinem Leben erzählen? Was sollen die Menschen aus deinem Leben nie vergessen, was wünscht du ihnen zum Weiterleben?
Was wolltest du deinen Lieben noch sagen, das sie auf ihren Weg mitnehmen sollen?
Was soll mit deinem gesamten Hab und Gut passieren? Wer soll deinen Schmuck tragen? Wer darf sich über den Bazen auf deinem Konto freuen?

Deine Entscheidungen zu deinem Lebensende entlasten deine Angehörige, kümmere dich darum, bevor es zu spät ist.

03.03.2026